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Sicherheit

Die Wasserwerke gewährleisten eine hochwertige, vom Gesundheitsamt regelmäßig überwachte Trinkwasserqualität für das bis zum Hausanschluss gelieferte Wasser. Dort endet ihre Verantwortung. Im Bereich der Hausinstallation ist es Aufgabe des Eigentümers, dafür zu sorgen, dass die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird. Hier ist Eigenverantwortung gefragt.

In welchem Zustand das Wasser tatsächlich aus dem Hahn kommt, hängt von der jeweiligen Leitung im Gebäude ab. Auf den letzten Metern drohen hier Gefahren, die es zu vermeiden gilt.
 
"Wasser muss fliessen" lautet die Basisformel für jedes Leitungsnetz. Ist das Wasser in Bewegung, verhindert dies die Bildung von Biofilmen. Das Rohrleitungsnetz darf daher nicht zu groß sein und keine Sackgassen bilden.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Temperatur. Sie sollte bei Kaltwasser unter 25 Grad, bei Warmwasser über 55 Grad betragen. Das tötet Legionellen und Pseudomonaden ab bzw. verhindert deren Entstehung.

Auch die richtige Auswahl von Materialien sorgt für Sicherheit. Die Werkstoffe für Rohrleitungen und ihre Komponenten (z. B. Ventile) müssen hygienisch unbedenklich sein. Das heißt, sie dürfen keine belastenden Stoffe wie etwa Blei oder Nickel enthalten und/oder abgeben.

Um die genannten Voraussetzungen sicherzustellen, müssen Trinkwasserinstallationen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik von Fachfirmen geplant und errichtet, sowie regelmäßig gewartet werden. Dasselbe gilt für Reparaturen und Veränderungen an der Hausinstallation.

Aber auch als "einfacher" Verbraucher kann man sich aktiv vor Verunreinigungen schützen. So sollte kein abgestandenes Wasser getrunken werden. Wie jedes Lebensmittel hat auch Trinkwasser ein Verfallsdatum. Trinkwasser, das länger als vier Stunden in einer Leitung gestanden hat, sollte man erst ablaufen lassen (ca. 1 Liter). Frisches Wasser erkennt man daran, dass es merklich kühler ist, als das Stagnationswasser.

Unabhängig davon sollte eine regelmäßige (z. B. jährliche) Trinkwasseranalyse durch ein für diese Prüfung akkreditiertes Labor die letzte Sicherheit schaffen, dass aus der eigenen Wasserleitung tatsächlich sauberes Wasser fließt. Ein solcher Test kostet in Abhängigkeit vom Prüfungsumfang jedenfalls unter 100 Euro.